Freelancer

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Freelancer

Ein Freelancer ist ein Selbständiger, der sich auf eine oder mehrere Dienstleistungen spezialisiert hat und diese für andere Unternehmen anbietet, ohne aber bei diesen fest angestellt zu sein. Die meisten Freelancer sind Einzelkaufleute, die entweder Umsatzsteuer ausweisen oder bei geringem Umsatz auch darauf verzichten dürfen. Eine andere Bezeichnung für den Freelancer ist die des freien Mitarbeiters.

Eigenschaften eines Freelancers

Freelancer sind meist hoch qualifizierte Selbständige, die allein arbeiten oder sehr wenige Angestellte haben. Sie spezialisieren sich auf einen oder mehrere Fachbereiche, den sie selbst oder durch Angestellte oder weitere freie Mitarbeiter, mit denen sie sich zusammengeschlossen haben, abdecken können. In vielen Bereichen arbeiten mehrere Freelancer im Verbund zusammen und sind als solcher durch Unternehmen beauftragbar, wodurch sie sich in ihren Kompetenzen ergänzen und ähnlich wie eine Agentur arbeiten können. Ein freier Mitarbeiter oder Freelancer ist zu keinem Zeitpunkt bei dem Unternehmen angestellt, sondern stellt nach Vereinbarung im Werkvertrag Rechnungen für seine erbrachten Dienstleistungen. Somit gelten für den Freelancer einige Bestimmungen des Arbeitsrechts nicht, auch seine Sozialleistungen zahlt er selbst - dadurch kann er für das Unternehmen zu einer günstigeren Alternative werden als der fest angestellte Mitarbeiter.

Abgrenzung von den freien Berufen

Eine Unterscheidung gibt es zu den sogenannten Freien Berufen. Freelancer sind keine Angehörige Freier Berufe, vielfach haben sie eine eigene Jobbezeichnung oder arbeiten unter dem Namen ihrer Dienstleistung. Angehörige Freier Berufe (Freiberufler) dagegen üben eine wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit aus und unterliegen nicht der Gewerbeordnung, der ein Freelancer je nach Tätigkeit durchaus unterliegen kann.

Arbeitsweise des Freelancers

Freelancer sind in der Art der Ausübung ihrer Arbeit meist relativ frei. An Weisungen des Arbeitgebers sind sie nicht gebunden und entscheiden häufig selbst über Methode, Ort und Zeitpunkt der Arbeit, auch wenn sie natürlich verbindliche Deadlines mit ihren Auftraggebern vereinbaren. Da sie als Freelancer und nicht als Agentur oder Unternehmen gebucht werden, wird von ihnen aufgrund ihrer personenbezogenen Qualifikationen allerdings meist verlangt, die beauftragten Arbeiten eigenhändig durchzuführen. Hat ein Freelancer innerhalb eines Jahres nur einen einzigen Auftragnehmer, besteht das Risiko einer Scheinselbständigkeit - diese soll verhindern, dass Arbeitnehmer als so genannte "feste Freie" um ihre Sozialleistungen gebracht werden, die sie als feste Angestellte bekämen. Gerade in den Medienberufen sind feste Freie aber durchaus üblich, was immer wieder zu Schwierigkeiten führt.