Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

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Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Der zusammenfassende Begriff Jugendmedienschutz-Staatsvertrag bezeichnet den Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien und behandelt das Thema des intellektuellen Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor schädlichen Einflüssen aus sämtlichen digitalen Medien.

Veröffentlichung und Inhalt

Der am 10. September 2002 erlassene Staatsvertrag der deutschen Bundesländer trat am 01. April 2003 offiziell in Kraft und erweitert damit das allgemeine Jugendschutzgesetz um alle digitale medien betreffenden Aspekte. Schwerpunkt bilden der Schutz vor beeinträchtigenden oder schädlichen Einflüssen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich spielen verschiedene weitere Punkte wie Werbung, Teleshopping, Kenntlichmachung von ungeeignetem Material und Sendezeiten eine wichtige Rolle.

Instanzen und Organisationen

Die Kontrolle der medialen Inhalte liegt sowohl bei den jeweiligen Medienanstalten der einzelnen Länder als auch der Komission für Jugendmedienschutz. Dabei werden diese von Unternehmen und Einrichtungen wie jugendschutz.net oder der FSM, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V., unterstützt. Diese analysieren deutsche Medieninhalte und helfen bei der Kennzeichnung für bestimmte Altersgruppen ungeeignete Inhalte. Die Strafen für unrechtliche oder falsch gekennzeichnete Inhalte kann sich dabei auf bis zu 500.000€ betragen. Allerdings gelten diese lediglich für die aus Deutschland stammenden Inhalte, womit beispielweise im Internet allein 10% aller erreichbaren Websites abgedeckt werden.