World Wide Web

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World Wide Web

Das World Wide Web (auch Web oder WWW) ist ein Internetdienst, der Multimediainhalte basierend auf einem weltweiten Netz untereinander durch Querverweise verknüpfter Dokumente bereitstellt. Da das World Wide Web der bekannteste und wichtigste Internetdienst ist, wird es oft mit dem Internet als Ganzem verwechselt. Im Internet existiert jedoch eine Vielzahl weiterer Dienste wie E-Mail, Dateiübertragung (FTP), Usenet (Newsgroups), Chat oder IP-Telefonie.

Die ersten Schritte

Vorgänger des Webs wie Gopher und FTP strukturierten Informationen primär anhand von Menüs und Verzeichnissen. Im Gegensatz dazu setzt das World Wide Web nicht auf eine hierarchische Struktur. Vielmehr ist es ein weltweit verteiltes Hypertext-System. Es besteht aus Hypertext-Dokumenten (den Websites), die Querverweise (Hyperlinks, kurz Links) auf andere Website enthalten. Eine Website ist eine Textdatei, die in der Sprache HTML (Hypertext Markup Language) erstellt wird. Sie kann andere Dokumente, beispielsweise Grafiken, Animationen, Videos oder Tondokumente, einbinden. Diese müssen – ebenso wie die Linkziele – nicht auf demselben Rechner liegen wie die Website. Alle Ressourcen im Web werden durch eine eindeutige Adresse, die URL (Uniform Resource Locator) lokalisiert. Das Programm, das Websiten anzeigt, nennt sich Web-Browser oder Browser. Dieser kommuniziert über das Hypertext-Transferprotokoll (HTTP) mit dem Web-Server, dem Rechner auf dem die anzuzeigenden Inhalte gespeichert sind.

Entstehung des World Wide Web

Das World Wide Web entstammt einem Forschungsprojekt des europäischen Kernforschungsinstituts CERN in Genf. 1989 hatte der britische Informatiker Tim Berners-Lee die Idee, ein Hypertext-System zu entwickeln, das den Zugriff der Wissenschaftler auf Forschungsergebnisse ihrer Kollegen vereinfacht. Das Konzept von Hypertext-Systemen wurde bereits 1945 vom US-Ingenieur Vannevar Bush erfunden. Einen ersten Versuch, dieses Konzept zu implementieren, startete 1960 der amerikanische Philosoph Ted Nelson mit seinem nie vollendeten Projekt Xanadu. In den achtziger Jahren entstanden einige kommerzielle Produkte, die auf Hypertext basierten, etwa Apples HyperCard. Die Innovation Berner-Lees bestand in der Verbindung von Hypertext und Internet. Ein neuer Ansatz war überdies die Verwendung unidirektionaler Links. Bisher waren die Links von Hypertext-Systemen bidirektional: Quelle und Ziel verwiesen gegenseitig aufeinander. Am 6. August 1991 veröffentlichte Berners-Lee das World-Wide-Web-Projekt in der Newsgroup alt.hypertext. Dass er und das CERN dabei auf eine Patentierung verzichteten, trug zur raschen Verbreitung des World Wide Webs und damit zur Popularisierung des Internets bei.